UNSERE MINISTRANTEN

Unter dem Punkt Pfarre Flaurling - Ministranten gibt es Aktuelles von den Flaurlinger Minis!

 

Unter dem Punkt Pfarre Oberhofen - Ministranten gibt es Aktuelles von den Oberhofer Minis!

Vorträge in Radio Maria

Am Freitag, 1. Dezember, von 9.00 bis 10.00 können Sie auf Radio Maria die achte Folge von "Das Ziel vor Augen - unsere himmlische Berufung" von Pfarrer Christoph Haider hören.

 

Die nächste Kinderkatechese ist am Dienstag, 5. Dezember 2017, um 16.30  zum Thema "Für andere Licht sein". 

 

Internet: radiomaria.at

 

Raum Innsbruck FM 91,1

 

Predigt zum Totengedenken Allerheiligen

Heute würde ich gerne meinen Opa zu uns sprechen lassen. Opa Leo starb 1978, also vor 39 Jahren. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich ihn gerne zu  einem Rundgang in unserer Gesellschaft einladen.

 

Lieber Opa, ich möchte dich zu einer ausgiebigen Tour in eine Shopping City und dann anschließend für ein paar Stunden in das Kinderzimmer eines Zehnjährigen führen. Schauen wir uns alles an, was abläuft, auch alle digitalen Aktionen auf dem Smartphone.  Abschließend besuchen wir eine Artpraxis und einen Psychotherapeuten. Lieber Opa, das alles möchte ich dir einmal zeigen.

 

Ich sehe meinen Opa nach diesem Erlebnis ratlos sprechen: Das hätte ich mir nicht erwartet. Dass sich die Gesellschaft in fast vierzig Jahren verändert, ist normal. Aber dass es so aussieht, überrascht mich total.  Über drei Dinge wundere ich mich besonders:

 

Was machen die Menschen mit all den Sachen, die sie kaufen? Die meisten schauen nach dem Einkaufen nicht besonders glücklich aus. Macht sie das viele Haben innerlich zufrieden? Im ewigen Leben geht es um das Gegenteil von Haben. Dort bereiten die Dinge die meiste Freude, die wir im Leben mit anderen geteilt haben. Bei uns gibt es kein Ich, nur ein Wir.

 

Das zweite: Wie konnten die Menschen so oberflächlich werden? Die meisten Leute betrachten alles von der Oberfläche her. Sie fragen sich nicht zuerst: Ist das wahr, ist das gut, ist das wertvoll? Sie fragen: Ist das nützlich? Leider beschränkt sich dieses Nützlichkeitsdenken – nicht nur bei der jüngeren Generation, oft auch bei den älteren Menschen – ausschließlich auf das Erdenleben. Denken noch ein paar von euch an das ewige Leben?

 

Am meisten, so Opa, haben mich die Beobachtungen beim Arzt und Therapeuten überrascht. Wie können die Menschen sich so einem Leistungsdruck aussetzen, dass sie davon krank werden? Im ewigen Leben ist nichts Leistung, alles ist Geschenk. Wir entdecken, dass Gott alles für uns getan hat und wir ihm dabei nur helfen konnten. Bei euch geht es oft um das Übertreffen und Ausbremsen. Was für eine fremde Welt!    

 

 

Ein Schlusswort lege ich Opa in den Mund: Bereitet euch auf das ewige Leben gut vor. Wenn ihr so wie die meisten Leute in Europa weitermacht, werdet ihr hier bei uns nicht glücklich werden können. Das Glück ist so anders als der Trend der Gesellschaft. Fangt mit kleinen Schritten heute noch an.

 

Pfarrer Christoph Haider 

Gott sei Dank - Erntedank 2017

An einem Sonntag im September treffen sich die Menschen  in Oberhofen jährlich zu einem besonderen Anlass: dem Erntedankfest!  Die Jungbäuerinnen schmücken die Kirche und lassen sich dafür jedes Jahr etwas Neues einfallen. Dabei stehen aber nicht primär die Bäuerinnen und Bauern im Mittelpunkt des Festes. Vielmehr dreht sich alles um die Dankbarkeit.  Die Gründe, sich für den göttlichen Beistand zu bedanken, sind vielfältig, wie die Menschen selber.  Bäuerinnen und Bauern danken für die Ernte, die unfallfreien Stunden am Feld, das gute Wetter. Eltern danken für ihre Kinder. Kinder danken für ihre Eltern, für die guten Freunde, für die Möglichkeit in die Schule zu gehen. Jugendliche sagen Danke für die Arbeit, für die Ausblidung die ihnen ermöglicht wird. Mann und Frau danken für die Gesundheit, die ihnen geschenkt wird. Ein schöner Anlass einmal im Jahr gemeinsam Danke zu sagen. Für den Einzelnen oder die Einzelne sollte jedoch jeden Tag ein kleines Erntedankfest stattfinden. Einmal am Tag "Danke!" zu sagen, auch wenn nichts Besonderes passiert ist. Dass wir jeden Tag etwas zu essen und zu trinken haben. Dass wir in diesem wunderbaren Land aufwachsen, leben, arbeiten dürfen. Einmal am Tag "Danke!" sagen für die selbstverständlichen Dinge, die nicht immer so selbstverständlich sind, kann auch uns selber helfen zufriedener und vor allem dankbarer zu werden.

Deswegen sage auch ich "Danke!" Danke an alle die dieses wunderbare Fest vorbereitet, mitgestaltet und mitgefeiert haben. Denn: "Dankbarkeit ist ein Zeichen edler Seele".

 

                                                                                                           Elisabeth