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Mariä Verkündigung (Annuntiatio Domini)

 

Heute ist einer der größten Feiertage der katholischen Christenheit. Der 25. März. In neun Monaten ist Weihnachten. Am heutigen Tag gedenken wir der ersten Sekunde einer unglaublichen Geschichte. Gott stieg auf die Erde herunter. Die Theologie sagt: Das Wort ist Fleisch geworden. Der Ewige ist in das Zeitliche eingestiegen. Der Unsterbliche in das Sterbliche.

Heute würden wir sagen: Er übte Solidarität mit seinen Geschöpfen. Aber diese Solidarität ist eine besondere. Nicht wie die von uns, wenn wir uns mit Unterschriften bei Volksbegehren solidarisieren oder von sicherer Tribüne aus denen zuschauen, die unten zu kämpfen haben. Gott teilte unser Leben und Sterben auf eine unvorstellbare, ja schwindelerregende Weise.

 

Wo würden wir Jesus, Gottes Sohn, heute finden? Gewiss dort, wo Menschen sich selbst nicht schonen, sondern ihre Zeit, ihre Arbeit, ihre Gebete, ihre Liebe, ja ihr Leben einsetzen für die anderen. Er würde bis zum Äußersten gehen und uns gerade jetzt das Gesicht Gottes zeigen in seiner Liebe bis zur Vollendung.

 

Angefangen hat alles bei Maria zuhause. Sie öffnete die Tür, durch die Gott in die Welt eintreten konnte. Wir dürfen uns im Glauben ganz sicher sein, dass Maria auch in unseren Tagen die Tür für uns offenhält, durch die ihr Sohn Jesus zu den Menschen kommt. Heute, am Hochfest der Menschwerdung Gottes, erfüllt uns ganz großes Vertrauen in Jesus Christus, Gottes Sohn, und in Maria, seine Mutter. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt!

 

© Pfarrer Christoph Haider