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Delfine in Häfen - die neuen Hoffnungssymbole

 

 In diesen Tagen machen Videos die Runde. Viele Menschen können ja wegen der Ausgangssperren nicht viel anderes tun als klicken und teilen. Ein Video zeigt Delphine in Küstennähe. Sie spielen froh in Häfen, aus denen die großen Schiffe die schönen Tiere vertrieben hatten. Sie kommen aus dem weiten Meer zurück in Nähe Mensch. In die Kanäle Venedigs dringt nach dem Ausfall der Touristen klares Wasser mit Fischen und Schwänen ein. Das sind Bilder der Hoffnung mitten in der Katastrophe.

Was wird erst sein, nachdem der Flug- und Transitverkehr auf dieser Erde für ein paar Wochen zurückgefahren sein wird? Vielleicht wagen seltene Vogelarten in Flugschneisen zu nisten. Und an den Rändern der Autobahnen sprossen Gras und Blumen. Wollen wir hoffen.

Die Pandemie ist eine große Plage, eindeutig. Aber es könnte sein, dass hinter ihr Segen folgt. Schauen wir mal, ob Delphine in Häfen die neuen Hoffnungssymbole sein werden;  wie die Taube mit dem Ölzweig nach der großen Flut.

Im Buch Genesis lesen wir: „Noah wartete er noch weitere sieben Tage und ließ wieder die Taube aus der Arche. Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück und siehe: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Ölzweig“ (Gen 8,10-11).

Lasst uns hoffen, dass Gott das Übel in Segen verwandeln wird.

© Pfarrer Christoph Haider