GLAUBENS-BLOG

Beitrag 49

Der Glaube ist katholisch

 

Dass es sich bei meinen Artikeln zum Glauben um den katholischen Glauben handelt, darf ich weiterhin voraussetzen. Das Adjektiv katholisch dient nicht nur als Hinweis auf die Konfession. Es gibt auch die innere Ausrichtung des von Jesus geoffenbarten Glaubens an. Jesus beansprucht in seinen Worten und Taten globale Bedeutung für seine Person: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen.“ (Mk 16,15). Seine frohe Botschaft ist ihrem Inhalt nach katholisch, das heißt alles umfassend, was für unser Heil  wichtig ist. Und sie ist ihrer Bedeutung nach katholisch, das heißt alle Menschen und Geschöpfe betreffend. Wir Katholiken glauben, dass zu dem, was Jesus gelehrt und was die Kirche von ihm übernommen und durch die Zeiten herauf zu uns getragen hat, keine Ergänzung nötig ist. Der Glaube ist reich genug, vorausgesetzt, er wird angenommen, gelebt und entfaltet.

 

Von außen betrachtet mag diese Auffassung des Katholischen überheblich wirken. Aber wir behaupten eben nicht, dass die Kirche die Wahrheit gepachtet hat, sondern dass der mit uns ist, der von sich sagt: „Ich bin die Wahrheit“ (Joh 14,6). Der einzelne Katholik kann natürlich nie für sich allein alle Erkenntnis über den Glauben besitzen, aber unsere Gemeinschaft als solche darf sich auf die Zusage Jesu berufen: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.“ (Joh16,13)

 

Dem Glauben ist somit eine große Offenheit eigen. Gläubige sind Teil eines Global Player Unternehmens der anderen Art. Der Glaube öffnet vor uns eine Türe in die Weite was Sprache, Kultur und Geschmack anbelangt. Ein gläubiger Christ ist nie Bürger nur einer Nation. Durch die Bindung an Christus entsteht ein neuer Zugang zu allen Menschen und Geschöpfen. Jesus will der Anfang einer neuen Menschheitsfamilie sein, die alle irdischen Grenzen aber auch die Grenze zwischen Himmel und Erde sprengt.

 

Impuls: Denken wir oft über unseren Zaun hinaus und interessieren uns für Christen in Ägypten, Syrien, Südamerika, China,…

 

„Höchster, allmächtiger und guter Herr,

dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre…

Gelobt seist du, mein Herr,

mit allen deinen Geschöpfen.“

 

Franz von Assisi

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Kommentare: 2
  • #1

    Gisela Völker (Donnerstag, 19 September 2013 14:06)

    WEnn man bedenkt, dass in vielen Ländern dieser Erde Christen verfolgt werden, sich verstecken müssen, da können wir hier in Europa nur sehr dankbar sein, dass wir unseren Glauben frei leben dürfen.

  • #2

    Mario Oberhollenzer (Freitag, 20 September 2013 20:04)

    Hallo Gisela,

    deine Gedanken sind sehr lobens-wert. Trifft deine Verfolgungstheorie auch auf andere Reliogionen zu, bzw. sind andere Reliogionen für Dich gleich-WERTIG?

    lg. Mario