GLAUBENS-BLOG

Beitrag 41

Der Glaube bleibt jung

 

Menschen mit gläubigen Positionen handeln sich gerne den Vorwurf des „Altmodischen“ ein. Es ist eigenartig, aber der Unglaube gibt sich meistens aufgeschlossener und moderner als der Glaube. Vielleicht liegt ein Grund für diese Schieflage darin, dass junge Menschen optisch die Ausnahme sind, wenn es um den christlichen Glauben in der Gesellschaft geht. Wer in unseren Breiten katholische Gemeinden aufsucht, gewinnt den Eindruck von „Altertum“. Das Durchschnitts-alter der Kirchenbesucher und der Amtsträger ist gleichermaßen hoch.

 

Es gibt auch andere Erfahrungen. Plötzlich erwacht der Glaube in jungen Menschen, neue Bewegungen entstehen und  frischer Wind kommt in die Kirche. Derartige Phänomene  gipfeln alle paar Jahre in den Weltjugendtagen. Aber nicht nur in Köln, Madrid, Sydney und Rio gibt es die für den Glauben engagierten Jugendlichen. Das Typische an dieser neuen Generation von jungen Gläubigen ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie den katholischen Glauben leben und dafür eintreten. Für sie ist nicht der Glaube alt, sondern jene Teile der Gesellschaft, die meinen, ohne Glauben auskommen zu können.  

 

Bei Begegnungen mit Jugendlichen dieser Art fällt auf, dass sie ihre Vorbilder nicht nur innerhalb ihrer Altersgruppe suchen. Sie verehren ältere Menschen wie Johannes Paul II., den Erfinder der Weltjugendtage, folgen Papst Franziskus auf Twitter, machen ein Volontariat bei den Schwestern von Mutter Teresa oder fanden durch Mutter Elvira, die Gründerin von Cenacolo, auf den Weg des Glaubens. Es zeigt sich, dass der Glaube an Jesus keinen Generationenkonflikt verursacht. Junge Gläubige spüren intuitiv, dass der gereifte Glaube nicht alt macht, sondern jung hält.

 

Im Letzten ist es der Geist Gottes, der bewirkt, dass junge Herzen sich für Gott öffnen und dass ältere Herzen sich die Frische des Glaubens bewahren. Echter Glaube hält jung und ist nicht nur zeitgemäß, sondern immer up to date.   

 

Ein Wunsch an erwachsene Christen: Begegnen wir Jugendlichen immer mit besonderer Zuneigung und bezeugen wir  ihnen unsere Freude am Glauben.

 

Herr, erhalte uns im Glauben froh und jung!

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Kommentare: 1
  • #1

    gisela völker (Samstag, 20 Juli 2013 22:24)

    Herzlichen Dank für diesen herzerfrischenden und glaubenserfrischenden Text!