GLAUBENS-BLOG

Beitrag 28

Der Glaube ist erprobt

 

Bei meinen Blog-Beiträgen achte ich immer sorgsam darauf, keine Aussage zu machen, die im Nachhinein widerrufen werden müsste. Mit ‚im Nachhinein‘ meine ich mögliche Ernstfälle des Lebens: Angenommen, wir Christen wären nur mehr eine gesellschaftliche Minderheit und starker Gegenwind bläst uns ins Gesicht. Angenommen, eine Epidemie bricht aus oder eine Naturkatastrophe rafft plötzlich viele Menschen hinweg. Es sterben Kinder, Menschen verhungern, Kriege brechen aus… Wer vom Glauben redet, darf solche Ernstfälle des Lebens nicht außer Acht lassen. Die Rede von Gott muss sozusagen im Feuer geläutert sein.

 

Der Glaube an Jesus beinhaltet, dass nichts schön geredet wird. Jesus hat nie eine heile Welt versprochen. Er hat auch das ernste Thema des Sterbens nicht übergangen. Ein gewaltsamer Tod war sein eigenes Los. Doch durch seine Auferstehung hat Jesus die letzte verriegelte Tür der Menschheit aufgestoßen. Wer an Jesus glaubt, stützt sich nicht auf schöne Feiern und liebgewordene Traditionen, er verlässt sich nicht auf menschliche Sicherheiten oder gesellschaftliche Vorteile. Wer im christlichen Sinn glaubt, hält sich einfach an Jesus fest, von dessen Auferstehung wir im Glauben voll überzeugt sind. Der Weg mit Jesus kann unter Umständen steinig sein. Aber hinter allen Sonnenuntergängen erblicken wir auch immer den großen Sonnenaufgang. Ein Christ lebt aus dieser letzten Hoffnung, die unser Leben trotz allem erträglich und lebenswert macht.

 

Worin sich unzählige Nachfolger Jesu bewährt haben, das ist die Überwindung unheilvoller Umstände aus der Kraft des Glaubens. Wer sich die Mühe macht, die Geschichte der christlichen Heiligen zu studieren, entdeckt, dass der Glaube vielfach erprobt ist.    

 

Ein Versuch: Ich halte mir das Beispiel eines besonders erprobten Christen vor Augen und lasse mich von seiner Glaubenskraft anstecken.

 

„Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, o Gott, getragen von dem Traum, der Leben heißt.

Am Ende dieses Weges bist du selber dann das Ziel,
du, der du das Leben bist.“

Hans Waltersdorfer


 Foto© Yakobchuk Vasiliy_Fotolia 

 

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