GLAUBENS - BLOG

Beitrag 03

Der Glaube hat ein Gesicht


Ein großer Fehler, den Menschen in Bezug auf Glauben machen können, ist die Behauptung: Glaube sei wichtig, weniger wichtig sei die Frage welcher Glaube. Leider ist diese Einstellung nicht selten anzutreffen. Man stuft den Glauben als Nützlichkeit ein: An etwas müsse man sich doch halten.

 

Glauben im christlichen Sinn ist das Gegenteil von etwas. Es geht um jemanden. Der Glaube trägt einen Namen und hat ein Gesicht: Jesus Christus. Glauben bedeutet, in einer Beziehung zu leben. Wer Christ ist, hat eine Beziehung zu Jesus Christus aufgebaut und durch ihn zu Gott. Das ganze Neue Testament ist Zeuge dafür, dass der Name Jesus nicht austauschbar ist.  

 

Wenn Menschen den Glauben inhaltlich nicht näher bestimmen wollen oder in ihm mehr eine Kraft als eine Beziehung zu Jesus sehen, kann man das mit der absurden Aussage vergleichen: Hauptsache man hat einen Partner, egal welchen. Glücklich verheiratete Menschen werden gegen eine solche Behauptung protestieren. Ebenso werden glückliche Christen vehement Einspruch erheben, die einzigartige Beziehung zu Jesus Christus könne zugunsten einer allgemeinen Religiosität getauscht werden.   

 

In traditionell katholisch geprägten Gegenden gibt es den „Herrgottswinkel“. Gewöhnlich ist damit ein Platz in der Wohnung gemeint, wo das Kreuz hängt. Es ist schön, wenn mit Herrgott wirklich der gekreuzigte Jesus gemeint ist, von dem wir glauben, dass er auferstanden ist und lebt. Der Name Herrgott wäre dann eine Zusammenziehung von „Herr und Gott“. Diese Anrede ist das vertrauens-volle Bekenntnis zu Jesus durch den Apostel Thomas. Aus seinem ursprünglichen Zweifel  war durch die Begegnung mit dem auferstandenen Christus eine tiefe Überzeugung geworden, die in das Gebet mündete: „Mein Herr und mein Gott“.

 

„Jesus ist ein wunderbarer Name“, sagt Corrie ten Boom. Es ist für uns Christen gut, in unserem Reden und Beten all die Namen zu gebrauchen, die die Heilige Schrift für Jesus kennt: Christus, Erlöser, Heiland, Meister, Herr, Sohn Gottes, Gott. Manche Menschen wiederholen ständig einen dieser heiligen Namen mit einem kleinen Gebetsanhang, um so die Verbindung mit Jesus nie abbrechen zu lassen. Diese Übung, das immerwährende Gebet, kann sehr kraftvoll sein.       

 

Trotz aller Auf und Ab im Glauben bleibt es unsere schöne Lebensaufgabe, Jesus näher kennen zu lernen, ihm nachzufolgen und so eine Christusfreundschaft einzugehen. Das neutestament-liche Wort Jünger drückt eine Schüler- und Schicksalsgemeinschaft mit Jesus aus. Um in der Beziehung zu Jesus Christus zu wachsen sind Mitglaubende wichtig. Durch sie bekommt der Glaube noch auf andere Weise Namen und Gesicht. Jedem Christ sind Mitchristen gewünscht.

 

Eine Suchübung: In meinem Bekanntenkreis mache ich mich auf die Suche nach Menschen, denen der Glaube an Jesus Christus wichtig ist. Ist es möglich, dass sich zwischen uns einmal ein echtes Glaubensgespräch entwickelt?

 

Herr Jesus, danke für die Gemeinschaft mit dir und mit denen, die den Glauben mit mir teilen. 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    gisela völker (Samstag, 27 Oktober 2012 21:08)

    Am schönsten ist es, wenn ich mit meinem Mann Glaubensgespräche führen kann.-Mit Fremden ist es eher schwierig.

  • #2

    cad (Montag, 26 November 2012 14:10)

    Ich denke, es gibt mehr Menschen, die galuben, als man denkt